Trotz Herbstblues in Schwung kommen

Wenn die Tage kürzer werden, geht die Stimmung oft in den Keller, Antriebs- und Lustlosigkeit machen sich breit. Viele Menschen fühlen sich in der dunklen Jahreszeit niedergedrückt und ständig erschöpft. familymanager hat einige Ideen gesammelt, wie Sie etwas gegen den Herbst- bzw. Winterblues tun können.

Das Licht der Sonne tut der Seele gut und wenn es in den Herbstmonaten langsam abnimmt, macht das vielen Menschen zu schaffen. Sie werden schnell müde, sind leicht reizbar und können sich nur schwer zu Dingen aufraffen. Experten gehen davon aus, dass jede dritte Frau und jeder vierte Mann dieses leichte Stimmungstief in den dunklen Monaten erlebt. Der Lichtmangel führt zu Veränderungen im Hormonhaushalt. Serotonin, ein natürlicher Stimmungsaufheller, wird nicht mehr in der ausreichenden Menge produziert. Dafür ist der Melatonin-Spiegel erhöht. Melatonin verstärkt unser Schlafbedürfnis. Möchte man sich dem „Winterblues“ nicht hingeben, muss man gezielt dagegen vorgehen.

Ernährung

In Phasen depressiver Verstimmung sollte man ganz besonders auf seine Ernährung achten. Viel Obst und Gemüse kann Wunder wirken und es stärkt nebenbei, gerade in der kalten Jahreszeit, die Immunabwehr. Aber auch ein Riegel Schokolade ist ab und zu erlaubt – nicht zuletzt, weil diese Süßigkeit Stoffe enthält, die im Körper zum „Glücks-Hormon“ Serotonin umgewandelt werden.

Farben

Wenn draußen alles grau in grau ist und die Sonne nur selten hervorkommt, können Sie Ihre Wohnung mit fröhlichen und warmen Farben dekorieren. Setzen Sie mit Gelb-, Orange- und Rottönen farbenfrohe Akzente. Diese „warmen“ Farben haben eine positive Wirkung auf die Psyche. Auch bunte Kleidungsstücke können die Stimmung heben.

Bewegung

Bewegung an der frischen Luft hebt die Laune. Selbst wenn der Himmel verhangen ist, hat das Licht draußen eine intensivere Wirkung als die künstliche Beleuchtung der Wohnräume. Schon ein 30-minütiger Spaziergang um die Mittagszeit ist äußerst wirkungsvoll. Noch besser ist sportliche Betätigung an der frischen Luft. Sie setzt Endorphine, also körpereigene Glückshormone frei. Und auch bei schlechtem Wetter kann man laufen und Rad fahren – Sie benötigen dazu nur die geeignete Kleidung.

Düfte

Holen Sie sich Sommer-Düfte in die Wohnung. Mithilfe einer Duftlampe oder -kerze und Duftstoffen wie Bergamotte, Jasmin oder Orange wecken Sie in Ihrem Bewusstsein gespeicherte Erinnerungen an sonnigere Zeiten – und die damit verknüpften positiven Gefühle.

Ablenkung

Jede Art von positiver Ablenkung hilft, aufkommenden Trübsinn zu unterdrücken. Spielen Sie mit Ihren Kindern oder laden Sie Ihre Freunde zu einem vergnüglichen Spieleabend ein. Hören Sie Ihre Lieblings-CD und nehmen Sie sich Zeit für Ihre Hobbys. Gehen Sie Änderungen an, die Sie sich längst vorgenommen hatten – stellen Sie zum Beispiel die Möbel in Ihrer Wohnung um. Lenken Sie sich vom grauen Herbstwetter ab und sorgen Sie für neue Eindrücke.

Vorübergehendes Stimmungstief oder Depression?

Vorübergehende Stimmungstiefs sind in der dunklen Jahreszeit bei vielen Menschen ganz normal. Allerdings sind die Grenzen zu einer tatsächlichen, „saisonal abhängigen Depression“ (SAD) fließend. Wenn die niedergedrückte Stimmung über einen längeren Zeitraum anhält und Sie sich nicht mehr aufraffen können, Ihren täglichen Pflichten nachzukommen, sollten Sie das Gespräch mit einem Arzt suchen. Es gibt viele Möglichkeiten, dem Herbst- und Winterblues aktiv entgegenzuwirken – und eines ist dabei sicher: der nächste Frühling kommt bestimmt!