Stress zur Weihnachtszeit – das muss nicht sein!

Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, wird in Kulturkreisen mit einer christlich geprägten Tradition schon sehr lange gefeiert. Als kirchlicher Feiertag ist der 25. Dezember seit dem Jahre 336 in Rom belegt. Wie es genau zur Festlegung dieses Datums kam, ist unter Historikern allerdings umstritten. Die Einführung des Brauchs, Weihnachten mit Geschenken als Familienfest zu feiern, kann man dagegen genau datieren. Im Jahre 1535 propagierte Martin Luther während der Reformation diesen Brauch, um ein Gegengewicht zum bis dahin deutlich wichtigeren Nikolaus-Fest am 6. Dezember zu schaffen. Damit sollte die Christusverehrung in den Mittelpunkt gerückt und von der römisch-katholischen Heiligenverehrung weggelenkt werden. Heute gibt es rund um die Welt eine Vielzahl unterschiedlicher Bräuche zum Weihnachtsfest. In Deutschland werden die Kinder meist am Vorabend, also am 24. Dezember, beschenkt, während die Kinder in Großbritannien ihre Geschenke erst am Morgen des 25. Dezember erhalten.

Woher kommt der Stress in der Weihnachtszeit?

Auch Familienbräuche spielen an Weihnachten eine große Rolle. Allerdings bergen die Weihnachtszeit und das Weihnachtsfest für viele Familien nicht nur ungetrübte Freude. Für viele Familien ist der Stress zur Weihnachtszeit besonders groß. Die Gründe dafür, warum gerade auch der emotionale Stress in der Weihnachtszeit besonders groß ist, sind von Familie zu Familie unterschiedlich. In vielen Familien verlaufen die Tage vor Weihnachten in besonders großer Hektik. Da müssen noch Plätzchen gebacken oder Geschenke besorgt und verpackt werden, man muss für das Festessen einkaufen, Weihnachtskarten müssen geschrieben und die Wohnung auf Vordermann gebracht werden. Und auch der Christbaum muss natürlich rechtzeitig zum Fest in voller Pracht erstrahlen. Ein weiterer Punkt, der den Stress zur Weihnachtszeit befördert: Viele Familien haben zu hohe Erwartungen an Weihnachten als Familienfest. Sie bauen auf vollkommene Harmonie. Doch natürlich gibt es auch während der Weihnachtsfeiertage familiäre Konfliktpunkte. Das gilt besonders dann, wenn Familienmitglieder zu Besuch sind, mit denen man sich unter dem Jahr auch nicht besonders gut versteht. Streit und emotionaler Stress zur Weihnachtszeit sind bei solchen Konstellationen geradezu vorprogrammiert. Und dann ist da noch eine Stolperfalle: Eltern und Kinder haben oft unterschiedliche Vorstellungen von Gestaltung und Ablauf der Festtage. Freunde stehen da manchmal höher im Kurs als die eigene Familie.

Wie kann man Stress in der Weihnachtszeit vermeiden?

Stress zur Weihnachtszeit ist also in vielen Familien durchaus kein unübliches Phänomen. Trotzdem muss er nicht sein. Wenn man einige wenige Tipps beherzigt, kann man diese Belastung vergleichsweise einfach vermeiden und ein harmonisches Familienfest verbringen. Der beste Tipp, um Stress zur Weihnachtszeit zu vermeiden: Sorgen Sie für ein optimales Zeitmanagement. Wer Geschenke erst zwei Tage vor dem Fest kauft oder die Weihnachtsplätzchen erst in der Woche vor Weihnachten backt, muss sich auf Stress einstellen. Besser ist es, sich frühzeitig Gedanken zu machen und einen Plan aufzustellen, was in den Wochen vor dem Fest noch alles erledigt werden muss. So behält man immer den Überblick und gerät in den letzten Tagen vor dem Fest nicht ins Straucheln. Legen Sie nicht nur den Zeitplan fest, sondern besprechen Sie auch, wer die einzelnen Aufgaben erledigen soll. Das entlastet Sie und bezieht alle Familienmitglieder in die Planung mit ein.

Ein paar kleine Tricks können ebenfalls Stress zur Weihnachtszeit minimieren: Laden Sie Gäste oder Familienmitglieder zu unterschiedlichen Zeiten und nicht alle gemeinsam ein. Es ist für alle ruhiger, wenn potentielle Streithähne nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen müssen. Seien Sie bei der Planung in den Wochen vor dem Weihnachtsfest ruhig mal egoistisch: Schaffen Sie sich als Hauptorganisatorin des Festes eigene Freiräume. Verabreden Sie sich zum Beispiel einfach mit Freundinnen auf dem Weihnachtsmarkt zu einem gemeinsamen Bummel. Und auch den Stress der Vorbereitungen sollen und müssen Sie nicht allein schultern. Wenn keiner bereit ist, Sie zu unterstützen, dann gibt es Weihnachten eben keinen Braten, sondern vielleicht ein kaltes Buffet. Um Stress am Weihnachtsabend zu vermeiden, sollten sich alle Familienmitglieder auf eines einigen: Grundsatzdiskussionen über heikle Familienthemen haben an diesem besonderen Abend keinen Platz. Stress in der Weihnachtszeit muss also nicht sein, wenn man diese wichtigen Regeln beachtet. Einem harmonischen Familienfest steht so nichts mehr im Wege.