Meereskosmetik: Schönheit, die aus dem Meer kommt

Der größte Teil der Erde ist vom Meer bedeckt. Wissenschaftler haben ein Volumen von 1,338 Mrd. km3 berechnet. Das ist ein Anteil von 96,5 % des gesamten Wasseraufkommens auf der Erde. Das Meerwasser enthält viele reichhaltige Substanzen, die zu kosmetischen Zwecken genutzt werden können.

Mit der Vorstellung von einem Aufenthalt am Meer ist gemeinhin auch der Gedanke an Erholung, körperliche und seelische Entspannung und das Erlebnis der Naturkräfte verknüpft. Darüber hinaus hat das Meer aber noch viel mehr zu bieten. Salz, Algen, Schlick – das Meer produziert viele Substanzen, die eine besondere Wirkung auf Körper und Haut haben. Das machen sich mittlerweile viele Kosmetikfirmen zunutze.

Algen

Was Algen brauchen, um sich zu vermehren und zu wachsen, holen sie direkt aus dem Meer. Deshalb enthalten Algen viele Wirkstoffe, die gut für die Haut sind. Dazu gehören zum Beispiel Proteine, die die Haut straffen, Linolsäure, die die Haut pflegt sowie Kalium, Magnesium und Zink für die Zellerneuerung. Wissenschaftler haben entdeckt, dass die Zellwände roter Mikroalgen Zucker enthalten, der sie gegen äußere Einflüsse schützt. Diese Wirkung kann auch als Schutzsystem für die menschliche Haut nutzbar gemacht werden. Außerdem sollen die Wirkstoffe der Algen die Haut beruhigen, die Regeneration fördern und sie mit Feuchtigkeit versorgen. Nicht zuletzt wird Algen auch zugeschrieben, einen Anti-Aging-Effekt auf die menschliche Haut zu haben.

Meeresschlick

Was auf den ersten Blick nicht besonders schön aussieht, hat eine umso gesündere Wirkung auf den menschlichen Körper: der Meeresschlick. Meeresschlick, der zunächst eher farb- und leblos erscheint, ist unter der Lupe betrachtet ein Wunder der Natur. Der Schlamm, entstanden aus Einzellern und Mikroorganismen, enthält unter anderem Kalk, Feinsand, Mineralsalze, Spurenelemente und Vitamine. Meeresschlick ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspender. Die Mineralstoffe und Spurenelemente ermöglichen eine erhöhte Feuchtigkeitszufuhr und -speicherung der Haut. In Kosmetikprodukten bewirkt dieser Wirkstoff unter anderem eine Verbesserung der Zellfunktion, der Elastizität der Haut und er unterstützt die Regeneration.

Phytoplankton

Zu den winzigen Lebewesen, aus denen sich das Phytoplankton zusammensetzt, gehören Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen und weitere Kleinstlebewesen. Sie treiben im Meer, produzieren Energie für Stoffwechsel und Wachstum und dienen als Nahrung für Krill. Ein spezielles Enzym schützt das Phytoplankton vor Zellschäden durch Sonnenlicht. Und genau diese Eigenschaft soll nach Meinung der Kosmetikhersteller auch der menschlichen Haut nützen, genauso wie Vitalstoffe wie Aminosäuren, essentielle Fettsäuren und Vitamine.

Meersalz

Meersalz enthält in hochdosierter Form unter anderem Natrium, Magnesium und Eisen. Wer sein Badewasser mit Meersalz anreichert, gönnt der Haut eine echte Wohltat. Durch den Salzgehalt des Wassers werden der Haut beim Bad nicht die hauteigenen Salze entzogen, stattdessen wird sie mit wertvollen Mineralstoffen versorgt.

Salz aus dem Toten Meer

Eines der bekanntesten Naturprodukte ist sicherlich das Salz aus dem Toten Meer. Allerdings kommt dieses Salz genaugenommen gar nicht aus dem Meer, sondern aus einem abflusslosen See. Das Tote Meer hat einen überaus hohen Salzgehalt von bis zu 33 %. Im Vergleich dazu beträgt der Salzgehalt des Mittelmeeres nur 3,8 %. Kosmetikexperten bescheinigen dem Salz aus dem Toten Meer und seinen Extrakten eine beruhigende und glättende Wirkung bei empfindlicher Haut. So soll es zum Beispiel Schuppenflechte lindern und die Talgproduktion regulieren. Die Salzkristalle haben auch als Peeling eine nützliche Wirkung. In vielen Produkten wird dieser Rohstoff wegen seiner therapeutischen, regenerierenden und pflegenden Wirkung verarbeitet. Die Wirkstoffe des Meeres finden Sie zum Beispiel in Cremes, Badezusätzen, Masken und Shampoos. Sie können sich auch in der Apotheke oder in Ihrem Kosmetikstudio zu diesen Naturprodukten beraten lassen.