Kann die Mutter zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist?

Erste Hilfe bei Kindern

Kann die Mutter zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist?

Grippe, Masern oder Windpocken: Plötzlich ist Ihr Kind krank und braucht Pflege und Zuwendung. Das wird zum Problem, wenn beide Elternteile eigentlich arbeiten müssen und niemand gefunden wird, der sich um das Kind kümmert. Für solche Fälle hat der Gesetzgeber eine Lösung entwickelt, damit Mutter oder Vater beim Kind bleiben kann.

  • Das Kind muss jünger als zwölf Jahre sein.
  • Keine andere Person, die im Haushalt lebt, kann das Kind betreuen. Diese Bedingung schließt aber z. B. auch die Großmutter oder das Au-pair-Mädchen ein.
  • Der Arzt hat eine Bescheinigung über die Notwendigkeit ausgestellt, das Kind zu beaufsichtigen, zu betreuen oder zu pflegen.
  • Gegenüber dem Arbeitgeber besteht kein Anspruch auf bezahlte Freistellung.
  • Das Kind und der betreuende Elternteil sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert.

Wichtig für Sie: Gleich am 1. Tag zum Arzt gehen

Wenn Sie selbst krank werden, reicht es zumeist, wenn Sie die Krankmeldung am 3. Tag bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Aber Achtung: Wenn Ihr Kind krank wird und Sie zu Hause bleiben, sieht das anders aus. Hier muss die Krankmeldung durch den Arzt schon am ersten Tag vorliegen. Denn im Unterschied zum ersteren Fall zahlt in diesem Fall nicht der Arbeitgeber, sondern die gesetzliche Krankenkasse für die entstehenden Fehltage.

Auf welchen Zeitraum bezieht sich der Anspruch auf Krankheitstage?

Pro Jahr haben Sie als Erwerbstätige oder Erwerbstätiger für jedes gesetzlich mitversicherte Kind im Krankheitsfall einen Anspruch von zehn Urlaubstagen. Sind beide Elternteile erwerbstätig, sind also 20 Tage pro Kind und Jahr möglich. Ab drei Kindern allerdings darf man maximal 25 Tage pro Jahr beanspruchen, zu zweit also maximal 50 Tage. Bei Alleinerziehenden verdoppelt sich der Anspruch, sie haben also 20 Tage pro Kind und Jahr, aber maximal 50 pro Jahr. Falls unheilbare Krankheiten vorliegen, kann der Anspruch auf unbegrenzte Freistellung erweitert werden.

Wie berechnet sich die Höhe des Krankengeldes?

Die Höhe des Kinder(pflege)-Krankengeldes liegt bei 70 % des Bruttolohns, allerdings maximal bei 90 % des Nettolohns. Davon müssen noch einmal die Beträge für Arbeitslosen- und Rentenversicherung abgezogen werden, die die Krankenkasse direkt abführt. Krankenversicherungsbeiträge fallen nicht an. Durchschnittlich beträgt die Höhe des Krankengeldes ca. 75 % des regulären Nettoeinkommens. Sie haben für die Zeit des Zuhausebleibens also ca. 25 % weniger Nettoeinkommen zur Verfügung. Vielleicht haben Sie sogar einen Arbeitsvertrag, nach dem Sie Anspruch auf bezahlte Freistellung bei vollem Lohn haben. Es gibt nämlich einen Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 616), nach dem Sie Ihren Anspruch auf Vergütung nicht verlieren, wenn Sie für kürzere Zeit „ohne Verschulden“ nicht arbeiten können. Allerdings kann dieser Paragraph auch vertraglich ausgeschlossen werden. Sprechen Sie am besten Ihren Arbeitgeber einmal darauf an.

Gesetzlich oder privat versichert: die Unterschiede

Sie sind nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern privat versichert? Hier liegt der Fall grundsätzlich etwas anders. Überhaupt kein Anspruch liegt vor, wenn weder Sie noch Ihr Partner gesetzlich krankenversichert sind. Wenn ein Elternteil gesetzlich und der andere privat versichert ist, muss das Kind bei dem gesetzlich Krankenversicherten mitversichert sein, damit Krankengeld beansprucht werden kann. Allerdings gibt es auch private Krankenversicherungen, die genau für einen solchen Fall Leistungen anbieten, falls diese zusätzlich versichert sind. Sofern keine anderen Regelungen im Arbeitsvertrag festgelegt sind, müssen privatversicherte Eltern Urlaub nehmen – je nach Vertrag bezahlt oder unbezahlt. 

Wie hoch ist das Krankengeld?

Die Höhe des Kinder(pflege)-Krankengeldes liegt bei 70 % des Bruttolohns, allerdings maximal bei 90 % des Nettolohns. Davon müssen noch einmal die Beträge für Arbeitslosen- und Rentenversicherung abgezogen werden, die die Krankenkasse direkt abführt. Krankenversicherungsbeiträge fallen nicht an. Durchschnittlich beträgt die Höhe des Krankengeldes ca. 75 % des regulären Nettoeinkommens. Sie haben für die Zeit des Zuhausebleibens also ca. 25 % weniger Nettoeinkommen zur Verfügung. Vielleicht haben Sie sogar einen Arbeitsvertrag, nach dem Sie Anspruch auf bezahlte Freistellung bei vollem Lohn haben. Es gibt nämlich einen Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 616), nach dem Sie Ihren Anspruch auf Vergütung nicht verlieren, wenn Sie für kürzere Zeit „ohne Verschulden“ nicht arbeiten können. Allerdings kann dieser Paragraph auch vertraglich ausgeschlossen werden. Sprechen Sie am besten Ihren Arbeitgeber einmal darauf an.

Privat versichert?

Sie sind nicht in einer gesetzlichen Krankenkasse, sondern privat versichert? Hier liegt der Fall grundsätzlich etwas anders. Überhaupt kein Anspruch liegt vor, wenn weder Sie noch Ihr Partner gesetzlich krankenversichert sind. Wenn ein Elternteil gesetzlich und der andere privat versichert ist, muss das Kind bei dem gesetzlich Krankenversicherten mitversichert sein, damit Krankengeld beansprucht werden kann. Allerdings gibt es auch private Krankenversicherungen, die genau für einen solchen Fall Leistungen anbieten, falls diese zusätzlich versichert sind. Sofern keine anderen Regelungen im Arbeitsvertrag festgelegt sind, müssen privatversicherte Eltern Urlaub nehmen – je nach Vertrag bezahlt oder unbezahlt. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber im Zweifelsfall explizit auf die geltenden Regelungen an. familymanager wünscht Ihnen aber selbstverständlich, dass Ihr Kind und die übrigen Familienmitglieder gar nicht erst krank werden!