Wichtig für Eltern und Kind: die richtige Kinderbetreuung

In der deutschen Familienpolitik der letzten Jahrzehnte hat sich viel getan. Schon früh, in den 1950er Jahren, sicherte das Mutterschutzgesetz Müttern während und nach der Schwangerschaft einen zeitlichen Schutz und eine Auszeit von der Beschäftigung zu. Die gesetzliche Elternzeit und das 2007 eingeführte Elterngeld runden die Absicherung für Familien ab. Auch die sozialen Strukturen haben sich gewandelt – was sich vor allem bei der Kinderbetreuung zeigt. Während früher die meisten Frauen nach der Geburt des ersten Kindes zu Hause blieben, möchten heute viele Eltern nach der Geburt des Kindes möglichst schnell wieder arbeiten gehen. Spätestens dann wird die Betreuung für Kleinkinder zu einem großen Thema. Dies verschärft sich, wenn weder die Großeltern noch andere Familienangehörige in der Nähe leben und bei der Kinderbetreuung einspringen können. Eltern sollten die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen der Kinderbetreuung gründlich gegeneinander abwägen, denn nicht jede Betreuungsform eignet sich auch für jedes Kind.

Kinderbetreuung: Vor- und Nachteile privater Betreuung

Für viele Eltern ist es wichtig, dass ihr Kleinkind in einer familiären Umgebung betreut wird. Auch aus diesem Grund ist die Anzahl der Tagesmütter bzw. Tagesväter in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Die Vorteile einer solchen Kinderbetreuung liegen auf der Hand: Das betreute Kind kommt mit anderen Kindern in Kontakt, gleichzeitig sind die Gruppen nicht so groß wie beispielsweise in einer Kinderkrippe. So ist das Verhältnis zwischen Kind und Bezugsperson sehr viel intensiver, was vor allem bei Kleinkindern von großem Vorteil ist. In der Regel verfügen die Tagesmütter und -väter über eine pädagogische Grundausbildung, können die Kinder neben der Betreuung also gleichzeitig auch fördern. Ein weiterer Vorteil dieser Art der Kinderbetreuung: Tagesmütter und -väter sind oft viel flexibler als Kinderkrippen oder Kindergärten mit ihren festen Öffnungszeiten, sodass auch ein unerwarteter beruflicher Termin den Betreuungsplan nicht zwangsläufig durcheinander bringt.

Tagesbetreuung hat jedoch auch Nachteile. Freie Plätze sind bei dieser Form der Kinderbetreuung sehr begehrt und meistens bereits frühzeitig vergeben. Ist die Tagesmutter zudem krank oder im Urlaub, gibt es – anders als im Kindergarten – keinen Ersatz, sodass Eltern für diese Zeit eine andere Betreuungsmöglichkeit organisieren müssen. Eine weitere Möglichkeit der familiären Kinderbetreuung ist die Einstellung eines Au-Pair-Mädchens. Auch hier liegen die Vorteile, ähnlich wie bei der Tagesmutter, auf der Hand: Das Kind bleibt in seiner gewohnten Umgebung, hat engen Kontakt zur Bezugsperson und lernt im besten Fall ganz nebenbei auf spielerische Art und Weise eine Fremdsprache. Der Nachteil dieser Form der Kinderbetreuung liegt darin, dass Au-Pairs meist nur für ein Jahr bleiben, sich die Kleinkinder also regelmäßig an eine neue Betreuungsperson gewöhnen müssen.

Kinderbetreuung: Vor- und Nachteile von Kindertagesstätten und Kinderkrippen

Wer die Kinderbetreuung nicht privat organisieren kann oder möchte, der kann auf staatliche Angebote wie beispielsweise Kindertagesstätten oder Kinderkrippen zurückgreifen. Allerdings ist es hier oftmals schwierig, den Überblick über die Angebote zu behalten, da teilweise dieselben Angebote regional unterschiedlich bezeichnet werden. So werden mit dem Begriff „Kinderkrippe“ sowohl eigenständige Einrichtungen als auch Gruppen für Kleinkinder innerhalb einer Kindertagesstätte bezeichnet. Sie haben gemeinsam, dass hier Kleinkinder im Alter bis zu drei Jahren betreut werden.

Der Vorteil der Kinderkrippen bzw. der sogenannten U3-Gruppen in den Kindertagesstätten liegt darin, dass Kleinkinder hier bereits früh mit Kindern verschiedener Altersgruppen zusammenkommen. Auf diese Weise wird bereits sehr frühzeitig das soziale Verhalten trainiert. Da die Kinderbetreuung in diesen Einrichtungen zudem durch geschultes Fachpersonal erfolgt, beruht sie auf den neuesten Erkenntnissen der Kleinkindpädagogik und richtet sich nach den altersabhängigen Bedürfnissen der Kinder. Kinder können bei dieser Form der Kinderbetreuung eine enge Bindung an eine bestimmte Bezugsperson entwickeln. Anders als bei Tagesmüttern oder Au-Pairs stehen in einer Kinderkrippe oder einer Kindertagesstätte immer mehrere Erzieher zur Verfügung. Wird eine Erzieherin krank, wirbelt das also den Plan der Kinderbetreuung nicht durcheinander. Größter Nachteil bei dieser Kinderbetreuung ist der Mangel an Betreuungsplätzen. Eltern müssen sich deshalb bereits sehr frühzeitig um einen Platz für ihr Kind bewerben. Vor allem in den alten Bundesländern übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich, während im Osten Deutschlands das Angebot – auch aus historischen Gründen – deutlich besser ausgebaut ist.

Der Vorteil der Kinderkrippen bzw. der sogenannten U3-Gruppen in den Kindertagesstätten liegt darin, dass Kleinkinder hier bereits früh mit Kindern verschiedener Altersgruppen zusammenkommen. Auf diese Weise wird bereits sehr frühzeitig das soziale Verhalten trainiert. Da die Kinderbetreuung in diesen Einrichtungen zudem durch geschultes Fachpersonal erfolgt, beruht sie auf den neuesten Erkenntnissen der Kleinkindpädagogik und richtet sich nach den altersabhängigen Bedürfnissen der Kinder. Kinder können bei dieser Form der Kinderbetreuung eine enge Bindung an eine bestimmte Bezugsperson entwickeln. Anders als bei Tagesmüttern oder Au-Pairs stehen in einer Kinderkrippe oder einer Kindertagesstätte immer mehrere Erzieher zur Verfügung. Wird eine Erzieherin krank, wirbelt das also den Plan der Kinderbetreuung nicht durcheinander. Größter Nachteil bei dieser Kinderbetreuung ist der Mangel an Betreuungsplätzen. Eltern müssen sich deshalb bereits sehr frühzeitig um einen Platz für ihr Kind bewerben. Vor allem in den alten Bundesländern übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich, während im Osten Deutschlands das Angebot – auch aus historischen Gründen – deutlich besser ausgebaut ist.

Ob Tagesmutter, Au-Pair, Kinderkrippe oder Kindertagesstätte – die richtige Betreuung für ihre Kleinen zu finden, stellt viele Eltern vor große Herausforderungen. Deshalb sollten sich Eltern in jedem Fall frühzeitig Gedanken über die gewünschte Form der Kinderbetreuung machen. Am besten ist es, sich Betreuungspersonen und Einrichtungen persönlich anzuschauen. Auch Gespräche mit Eltern, die bereits ein Kind in Betreuung gegeben haben, können bei der Entscheidung helfen.