Geburtstagsmotto: Märchenparty

Geburtstagsmotto: Märchenparty

Ein schönes und zugleich spannendes Motto für einen Kindergeburtstag in der kühleren und dunkleren, aber auch gemütlicheren Jahreszeit sind Märchen. Schon die Kleinsten kennen aus der Kita, dem Kindergarten oder von zu Hause das ein oder andere Märchen. Oft sind es die bekanntesten Märchen der Gebrüder Grimm, wie „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, „Hänsel und Gretel“, „Dornröschen“, „Rapunzel“, „Frau Holle“, „Aschenputtel“ oder die Walt-Disney-Variante „Cinderella“, „Die Bremer Stadtmusikanten“ oder „Der Froschkönig“, aber auch die Märchen von Hans Christian Andersen wie „Die kleine Meerjungfrau“ mit der Walt Disney-Variante „Arielle“. Fast alle Kinder finden Märchen spannend und faszinierend – wobei für Kinder im Alter zwischen 3 und 5 Jahren weniger der moralische Aspekt der Erzählungen wichtig ist, als vielmehr die magischen Wesen und verwunschenen Gestalten, die die Geschichten bevölkern.

Märchen bieten eine Fülle an Stoff, um Kinder zu unterhalten, sie zu fordern und ihnen gleichzeitig ein unvergessliches Erlebnis zu bescheren. So ist es denkbar, ein bestimmtes Märchen als „Hauptthema“ und Ausgangspunkt für die Planung einer Märchen-Party zu nehmen, es ist aber auch möglich, aus dem Thema „Märchen“ allgemein tolle Ideen zu entwickeln. Wir möchten an dieser Stelle einige verschiedenartige Anregungen für die Planung eines „Märchen-Kindergeburtstages“ geben und beziehen uns daher thematisch auf Märchen im Allgemeinen – und dabei auf die bei Kindern in der Regel bekanntesten Märchen.

Die Einladung

Um die Geburtstagsgäste auf die Märchen-Party einzustimmen, können bereits die Einladungskarten dem Thema entsprechend gestaltet werden. Wer genug Zeit und Lust hat, kann zum Beispiel eine „Froschkönig-Einladung“ basteln:

Variante 1: Der Froschkönig

Benötigt wird pro Einladung:

  • Ein grünes Papierquadrat
  • Rotes Papier
  • Weißer Fotokarton
  • Pappschablone in Form einer Krone
  • Goldfolie
  • Ein Klebestift
  • Schwarzer Filzstift

Aus dem grünen Papierquadrat wird ein „Himmel oder Hölle“-Fingerspiel gebastelt. So funktioniert’s: Das Quadrat wird diagonal zu einem Dreieck gefaltet, wieder aufgeklappt und noch einmal in die andere Richtung zum Dreieck gefaltet und wieder aufgeklappt. Auf dem wieder aufgeklappten Quadrat sind zwei Falzlinien zu sehen, die sich genau in der Mitte des Quadrats schneiden. Danach wird das Quadrat genau auf der Hälfte zu einem Rechteck gefaltet, wieder geöffnet und zu einem Rechteck in die andere Faltrichtung gefaltet. Auf dem wieder aufgeklappten Quadrat sind nun neben den diagonalen Linien jeweils eine waagrechte und senkrechte Falzlinie zu sehen, die sich ebenfalls in der Mitte des Quadrates schneiden. Nun werden alle vier Ecken des Quadrats in die Mitte geklappt, sodass sie sich auf dem Mittelpunkt treffen. Die Faltarbeit wird auf die Rückseite gedreht und auch die vier Ecken des neu entstandenen Quadrats werden zur Mitte hin gefaltet. Anschließend dreht man die Faltarbeit wieder um und knickt sie entlang der waagerechten Mittelline – und wieder zurück. Dasselbe geschieht noch einmal auf der senkrechten Achse. Auf diese Weise bilden sich vier „Fingerkammern“, in die man nun jeweils mit Daumen und Zeigefinder vorsichtig hinein fassen kann, um sie „auszubeulen“. Jeweils zwei dieser Fingerkammern werden nun zusammengeklebt, sodass ein „Maul“ entsteht. Die vier hinteren, äußeren Spitzen werden nach innen geknickt. Auf ein Stück Pappe wird eine kleine, dreizackige Krone aufgemalt. Die Krone wird auf die Goldfolie übertragen, ausgeschnitten und auf die „Stirn“ des Frosches geklebt. Aus dem weißen Fotokarton werden jeweils zwei Kreise, die Augen, geschnitten. (Ein Geldstück bildet dazu eine prima Schablone. Tipp: Je größer die Augen, desto lustiger sieht der Frosch aus.) Mit einem schwarzen Filzstift werden die Pupillen aufgemalt und die fertigen Augen so aufgeklebt, dass sie leicht über den unteren Rand der Krone reichen.

Aus rotem Papier wird ein Halbkreis ausgeschnitten, auf den der Text der Einladung geschrieben wird. Danach wird die „Zunge“ auf die Unterseite des „Mauls“ geklebt.

Variante 2: Die Goldkugel

Für die zweite Variante wird pro Einladung

  • eine zweiteilige Kunststoffkugel zum Anmalen aus dem Bastelgeschäft,
  • goldene Farbe, wasserfest (z. B. Acryl),
  • Papier und Stift

benötigt.

Die Kunststoffkugel wird golden angemalt. Auf das Papier wird der Einladungstext geschrieben, die Botschaft wird zusammengefaltet und in die Kugel gesteckt.

In den Einladungstext gehört

  • die Anrede
  • Datum und Uhrzeit der Feier
  • Ort, an dem die Feier stattfindet

- ggf. Organisatorisches (z. B. ggf. die Bitte, dass die Kinder verkleidet kommen sollen, Informationen darüber, ob es Abendessen gibt, die Kinder nach der Party nach Hause gebracht werden, …)

Auch wenn die kleinen Gäste ihre Einladung noch nicht selbst lesen können, sollten sie im Einladungstext selbstverständlich persönlich angesprochen werden. Außerdem ist es schön, wenn der Text in einer klaren, einfachen und für Vorschulkinder verständlichen Sprache verfasst wird. Bei einer Einladung für eine Märchenparty bietet es sich außerdem an, den Text in einer „märchenhaften Sprache“ zu formulieren. Beispiel: „Bitte komme am … um … Uhr auf mein Schloss. Hochachtungsvoll, Prinz/essin ...“.

Um die Märchenparty mit Märchenwesen zu bevölkern, besteht die Möglichkeit, die Gäste gleich in der Einladung aufzufordern, dem Motto entsprechend verkleidet zur Party zu kommen. Zum Märchen-Thema passen viele Kostüme – die Gäste können sich zum Beispiel als Prinzen, Hexen, Frösche, Wölfe, Aladins oder Zwergen verkleiden.

Für den Fall, dass ein Gast ohne Verkleidung kommt, sollten Sie einige zusätzliche Kostüme vorbereiten. Mit einem langen Rock, einem alten T-Shirt, versehen mit einigen großen, bunten Flicken, einem Kopftuch und einer aufgemalten Warze verwandelt sich ein Menschenkind in eine Hexe. Eine Mütze, Caprihosen, Klocks und ein Bart und Augenbrauen aus Watte lassen einen Zwerg entstehen und mit einem hübschen Kleid und einer Krone, zum Beispiel aus goldfarbenem Fotokarton, kann sich ein Kind ganz schnell als Prinzessin verkleiden.

Das Thema „Märchen“ lässt auch viel Spielraum für eine tolle Dekoration. Girlanden aus einfachen, „typischen“ Märchenmotiven wie zum Beispiel aus Kronen, Rosen, Lebkuchen oder Fröschen sorgen für märchenhafte Stimmung. Servietten, aber auch Pappgeschirr mit Märchenmotiven sind im Handel oder im Internet erhältlich. Aus Krepppapier lassen sich schnell einige Papierrosen für den Tisch drehen und Lichttüten, bemalt mit einigen klassischen Motiven wie zum Beispiel den Figuren der „Bremer Stadtmusikanten“, sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Achten Sie aber darauf, dass die Lichttüten und andere Geburtstagskerzen außer Reichweite der Kinder stehen und lassen Sie die Kinder nie unbeaufsichtigt.

Lustige Tischkärtchen kann man gestalten, indem man sich zum Beispiel aus dem Internet jeweils eine Malvorlage der berühmten sieben Zwerge von Disney herunterlädt, diese auf festem Papier ausdruckt und auf die Gesichter, falls vorhanden, Fotos mit den Gesichtern der Gäste klebt.

Ein Knusperhaus für die Kuchentafel

Natürlich erwarten auch Königssöhne, Meerjungfrauen und Frösche auf einem Fest Süßes und Kuchen! Auf einem Kindergeburtstag unter dem Motto „Märchen“ ist es naheliegend, das Knusperhäuschen aus „Hänsel und Gretel“ nachzubauen und zum Knuspern anzubieten. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie können ein großes Knusperhaus auf die Kuchentafel stellen und die Kinder daran knuspern lassen. Dazu gibt es von Oktober bis in die Nachweihnachtszeit im Handel bereits fertige „Bausätze“ aus Lebkuchen, die oft sogar kleine Hänsel-, Gretel- und Hexen-Zuckerfiguren enthalten. Sie müssen dann nach dem beigelegten Rezept nur noch einen Zuckerguss anrühren, das Häuschen nach Anleitung damit „zusammenkleben“ und Figuren und gegebenenfalls zusätzliche Süßigkeiten, Schokolinsen, Weingummi etc. anbringen.

Es gibt aber auch tolle Lebkuchenrezepte und Formen für die „Bauteile“ eines vollständig selbstgemachten Knusperhauses. Dabei haben Sie die Möglichkeit, die Gewürze des Lebkuchens etwas auf den Geschmack kleiner Kinder abzustimmen und den Lebkuchenteig etwas milder abzuschmecken und weicher zu backen. Beachten Sie, dass der Zuckerguss einige Zeit braucht, um auszuhärten. Sie sollten daher das Knusperhaus auf jeden Fall mindestens einen Tag vor dem Fest fertigstellen und es dann über Nacht aushärten lassen.

Alternativ ist es aber auch möglich, für jeden Gast ein eigenes kleines Knusperhäuschen aus Keksen vorzubereiten – oder jedes Kind ein eigenes kleines Knusperhaus basteln zu lassen. Eingepackt in etwas Folie können die Kinder dieses dann als Andenken mit nach Hause nehmen. Bereiten Sie dazu etwas Zuckerguss vor, indem Sie aus Puderzucker und heißem Wasser eine dicke Masse anrühren. Auf einen Butterkeks werden dann als „Fundament“ des Häuschens Waffelkekse (zum Beispiel Hanuta oder Knoppers), Dominosteine oder halbe Butterkekse mit dem Zuckerguss „aufgeklebt“. Aus zwei Butterkeksen wird darüber das Dach errichtet. An das Häuschen werden nun noch Süßigkeiten wie bunte Schokolinsen, Zuckerperlen oder Fruchtgummi „geklebt“. Wichtig ist hierbei, dass die Kinder langsam vorgehen und nach jedem Schritt den Zuckerguss etwas fest werden lassen. Helfen Sie den Kindern wenn nötig – gerade beim Aufstellen des Daches. Außerdem sollten Sie immer auch ein Auge darauf haben, dass nicht schon beim Basteln zu viel der Dekoration im Bauch der Geburtstagsgäste landet und ihnen schlecht wird.

Das passende Lied zum Knusperhäuschen zum Mitsingen gibt es übrigens kostenlos unter dem Kinderlieder-Download auf der real,- familymanager-Seite: „Hänsel und Gretel“. 

Programm

Sie sollten sich für die Märchenparty auf jeden Fall ein kleines Programm zurechtlegen, an dem Sie sich orientieren können. Bereiten Sie einige Programmpunkte vor, bestehen Sie aber nicht auf einen planmäßigen Ablauf der Geburtstagsfeier. Am besten ist es, ein Spiel oder eine Bastelaktion vorzuschlagen und dann auszuprobieren, ob die Kinder Spaß daran haben. Wenn ihnen ein Spiel besonders gefällt, können Sie es ruhig ein wenig ausdehnen oder die Kinder eigene Ideen einbringen lassen. Stellen Sie dagegen fest, dass ein Spiel weniger gut ankommt und die Kinder nicht bei der Sache sind, gehen Sie einfach zum nächsten Programmpunkt über. Achten Sie darauf, dass Sie das Programm möglichst abwechslungsreich gestalten und es immer wieder auch Gelegenheit zu Bewegung und freiem Spiel gibt, um die Kleinen nicht zu überfordern.

Im Folgenden schlagen wir Spiele, passend zum Märchenthema vor und geben ein paar altersgemäße Bastelanleitungen:

Rapunzelturm basteln

Um einen Rapunzelturm zu basteln, braucht jedes Kind

  • eine leere Küchenpapierrolle
  • graues Tonpapier, Maße: ca. 13 x 26 cm
  • etwas weißes Tonpapier
  • rotes Tonpapier
  • 12 gelbe Wollfäden, Länge ca. 75 cm
  • etwas rotes oder buntes Band

Außerdem werden benötigt:

  • Pappschablone in Form eines großen Turmfensters (Höhe: ca. 5 cm, Breite: ca. 4 cm)
  • Pappschablone in Form eines Halbkreises (Durchmesser: ca. 11 cm)
  • Bleistifte
  • Bunt- oder Filzstifte
  • Klebe, ggf. Heißkleber
  • ein Locher

Zunächst wird das graue Tonpapier an der Küchenpapierrolle abgemessen und zurechtgeschnitten. Auf das Tonpapier werden nun mit dunklem Bunt- oder Filzstift die Mauersteine des Turms aufgemalt. Anschließend wird die Küchenpapierrolle mit dem bemalten Tonpapier umklebt. 

Auf das weiße Tonpapier wird nun der Umriss eines Fensters gemalt – und in dieses Fenster darf jedes Kind mit Bunt- oder Filzstift sein Rapunzelgesicht malen. Nun wird das Fenster ausgeschnitten und auf das obere Drittel des Turms geklebt. Während die Klebe trocknet, werden jeweils 12 gelbe Wollfäden an einem Ende verknotet. Nun wird mit einer spitzen Schere vorsichtig ein Loch neben das Rapunzelgesicht in den Turm gestochen und der Knoten hindurch gefädelt. Gegebenenfalls kann der Knoten an der Turminnenseite mithilfe einer langen Klebetülle oder einem Tropfen Heißkleber festgeklebt werden. Aus den herabhängenden Wollfäden wird nun ein Zopf geflochten. Da die meisten Kinder in diesem Alter noch nicht selbst flechten können, sollten Sie sich genug Zeit nehmen, um es ihnen vorzumachen und dann jedem Kind helfen. Um das Ende des Zopfes wird mit einem Stück Band eine Schleife gebunden.

Zum Schluss wird für das Turmdach die Schablonenform des Halbkreises pro Kind ein Mal auf das rote Tonpapier übertragen und ausgeschnitten. Der Halbkreis wird nun zu einem spitzen Kegel eingerollt, sodass dieser auf die Rolle passt. Dann wird das „Dach“ geklebt und mithilfe der Heißklebepistole auf dem Turm befestigt.

Geburtstagsmotto: Märchenparty

Dornröschenschloss basteln

Zum Basteln eines Dornröschenschlosses werden einige leere Toilettenpapier- und Küchenpapierrollen sowie Kleber (und Heißkleber) benötigt. Außerdem rosa-, gold- und pinkfarbenes Tonpapier und pinkfarbene Goldfolie. (Für Jungs eignet sich natürlich auch Tonpapier und Goldfolie in Blautönen.) Als Bastelhilfe wird noch eine Pappschablone in Form eines Halbkreises (Durchmesser: ca. 11 cm) benötigt.

Für die Rosen werden grüne Bunt- oder Filzstifte und rotes Krepppapier benötigt.

Zuerst werden die Küchen- und Klopapierrollen mit rosa und pinkfarbenem Tonpapier umklebt. Mit Hilfe der Pappschablone wird nun das Turmdach auf die pinkfarbene Goldfolie gemalt und ausgeschnitten. Der Halbkreis wird nun so zusammengerollt, dass das so entstandene „Dach“ auf die größte der beklebten Rollen passt. Nun wird das Dach mit der Heißklebepistole an der Rolle fixiert. Auf das goldene Tonpapier werden nun Turmfenster in verschiedenen Größen sowie Turmzinnen gemalt und ausgeschnitten. Fenster und Zinnen werden auf und um die Turm-Rolle geklebt. Die übrigen Rollen werden auf unterschiedliche Größen gekürzt und ebenfalls mit Tonpapier umklebt und mit Zinnen aus Goldpapier versehen. Zum Schluss werden die einzelnen Türme mit Heißkleber zu einem Schloss zusammengeklebt.

An einem richtigen Dornröschenschloss dürfen natürlich die Rosenranken nicht fehlen. Dazu werden mit einem grünen Bunt- oder Filzstift die Ranken auf die einzelnen Türme gezeichnet. Aus dem roten Krepppapier werden kleine Kügelchen geknüllt, die als Rosen auf die Ranken geklebt werden.

Das märchenhafte Kartenspiel

Zur Vorbereitung dieses märchenhaften Kartenspiels werden zu verschiedenen Märchen jeweils drei Karten mit klassischen Motiven der Geschichte bemalt, zum Beispiel „Spiegel – Kamm – Apfel“, „Mühle – Kater – Stiefel“, „Wolf – Ziege – Wanduhr“, „Hexe – Hexenhaus – Ofen“. Ältere Kinder können ihre Karten vor dem Spiel auch selbst bemalen.

Die Mitspieler dürfen die Kartenmotive zunächst nicht sehen. Dann deckt ein Spieler eine Karte auf und die anderen Kinder versuchen, das abgebildete Motiv einem Märchen zuzuordnen (zum Beispiel „Schneewittchen“, „Der gestiefelte Kater“, „Hänsel und Gretel“). Wird das Märchen nicht richtig geraten, wird die zweite Karte aufgedeckt, dann die dritte. Wer bereits bei der ersten Karte das richtige Märchen erraten hat, erhält 30 Punkte. Nach der zweiten Karte gibt es 20 Punkte und wer nach drei Karten auf die Lösung gekommen ist, erhält 10 Punkte. Gewonnen hat der Spieler, der am Ende die meisten Punkte gesammelt hat. 

Weitere Varianten des märchenhaften Kartenspiels:

Mit dem selbstgebastelten Kartenspiel lassen sich noch andere Spielvarianten spielen. Etwa die des Märchenerfindens. Dazu werden die Märchenkarten gemischt. Dann werden jeweils drei Karten verdeckt gezogen und in die Mitte des Tisches gelegt. Nun wird reihum gewürfelt. Das Kind mit der höchsten Punktezahl darf die Karten aufdecken und ein kleines Märchen erfinden. Einzige Vorgabe: In der Geschichte müssen die drei auf den Karten abgebildeten Gegenstände vorkommen. Bei jüngeren Kindern reicht es aus, wenn sich jedes Kind zu einem Gegenstand einen vollständigen Satz ausdenkt – vielleicht ergeben die Sätze am Ende auch eine kleine Geschichte.

Alternativ können auch beliebig viele Karten in einer Reihe auf den Tisch gelegt werden. Das erste Kind beginnt die Geschichte mit einem Satz zum Gegenstand auf der ersten Karte. Dann wird im Uhrzeigersinn mit dem Gegenstand auf der zweiten Karte weitererzählt.

Bei der Märchen-Pantomime werden die Märchenkarten gemischt und jedes Kind zieht eine Karte, ohne sie seinen Mitspielern zu zeigen. Reihum soll nun jedes Kind den abgebildeten Gegenstand pantomimisch beschreiben. Die Mitspieler müssen erraten, um welchen Gegenstand es sich handelt und in welchem Märchen er vorkommt.

Eine andere Variante ist das Märchen-Fragespiel, bei dem die Märchenkarten gemischt werden und jedes Kind verdeckt eine Karte zieht. Die Mitspieler müssen nun versuchen, zu erraten, welcher Gegenstand auf der Karte abgebildet ist, indem sie reihum Fragen stellen, die von dem Kartenbesitzer nur mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden dürfen. Wer richtig geraten hat, erhält die Märchenkarte. Gewonnen hat derjenige, der am Ende die meisten Märchenkarten gesammelt hat.

Beim Märchen-ABC können etwas ältere Kinder versuchen, die Namen der Gegenstände auf den Märchenkarten alphabetisch zu ordnen. Um das Spiel etwas zu erschweren, müssen sie dies innerhalb einer bestimmten Zeit schaffen.

Ein weiteres Spiel für Vorschul- und Schulkinder ist das Märchen-Wortspiel, bei dem die Karten zunächst gemischt und auf einen Stapel verdeckt auf den Tisch gelegt werden. Dann deckt das erste Kind eine Karte auf und benennt den darauf abgebildeten Gegenstand. Nun überlegen alle Kinder, ob ihnen weitere Wörter einfallen, in denen der Name des abgebildeten Motivs vorkommt (z. B. „Spiegel: Wandspiegel, spiegelglatt, Spiegelei, …“).

Kreisspiel „Dornröschen war ein schönes Kind“

Das Kreisspiel „Dornröschen war ein schönes Kind“ eignet sich besonders gut für Kinder im Kindergartenalter. 

Alle Kinder bilden einen Kreis. Jeweils ein Kind spielt Dornröschen, ein anderes die böse Fee und ein drittes Kind den Königssohn. Dornröschen setzt sich in die Mitte des Kreises. Der Text zum Lied des Kreisspiels lautet:

  1. Dornröschen war ein schönes Kind, schönes Kind, schönes Kind.
    Dornröschen war ein schönes Kind, schönes Kind.
  2. Dornröschen, nimm dich ja in acht, ja in acht, ja in acht!
    Dornröschen, nimm dich ja in acht, ja in acht!
  3. Da kam die böse Fee herein, Fee herein, Fee herein.
    Da kam die böse Fee herein und sprach zu ihr:
  4. „Dornröschen, schlafe hundert Jahr, hundert Jahr, hundert Jahr!
    Dornröschen, schlafe hundert Jahr und alle mit!“
  5. Da wuchs die Hecke riesengroß, riesengroß, riesengroß.
    Da wuchs die Hecke riesengroß um das Schloss.
  6. Da kam ein junger Königssohn, Königssohn, Königssohn.
    Da kam ein junger Königssohn und sagte leis:
  7. „Dornröschen, holdes Mägdelein, Mägdelein, Mägdelein.
    Dornröschen, holdes Mägdelein, wache auf!“
  8. Dornröschen wachte wieder auf, wieder auf, wieder auf.
    Dornröschen wachte wieder auf, wieder auf.
  9. Da feierten sie ein Hochzeitsfest, Hochzeitsfest, Hochzeitsfest.
    Da feierten sie ein Hochzeitsfest, Hochzeitsfest.

Zu jeder Liedstrophe werden verschiedene Bewegungen gemacht:

  1. Die Kinder tanzen im Kreis herum.
  2. Die Kinder heben warnend den Zeigefinger.
  3. Die böse Fee tritt in die Mitte des Kreises. (Sie kann die Strophe auch alleine singen.)
  4. Die böse Fee schließt sich wieder dem Kreistanz an und Dornröschen legt sich in der Mitte des Kreises schlafen.
  5. Alle tanzen zur Mitte, heben die Arme und bilden so die undurchdringliche Hecke.
  6. Jetzt tritt der Königssohn auf. Er durchdringt die Hecke, und die Kinder tanzen wieder auseinander und senken die Arme. (Der Königssohn kann diese Strophe auch alleine singen.)
  7. Die Kinder klatschen im Rhythmus des Liedes und der Königssohn gibt Dornröschen einen Kuss.
  8. Dornröschen und der Königssohn tanzen in der Mitte und der Kreis tanzt um sie herum.

Der Märchenball (Stopptanz)

Der Märchenball findet auf dem Schloss der Märchenkönigin und des Märchenkönigs statt. Alle Märchenfiguren (die verkleideten Kinder) sind eingeladen. Es wird Musik gespielt und alle Kinder tanzen. Doch eine böse Fee hat die Musik und die Märchenballgäste verhext: Die Musik stoppt und alle Tänzer bleiben unbeweglich stehen. Wer sich bewegt, scheidet aus. Gewonnen hat das Kind, das zuletzt übrig bleibt.

Märchen erzählen

Alle Kinder mögen es, Märchen erzählt oder vorgelesen zu bekommen. Dieser Programmpunkt eignet sich vor allem für den letzten Teil der Party, wenn die Energie der Kinder bereits etwas nachgelassen hat oder auch zur Beruhigung nach einem aufregenden Tag. Eine Möglichkeit ist es, bereits bekannte Märchen gemeinsam mit den Kindern nachzuerzählen. Alternativ können Sie aber auch einmal eines der weniger bekannten Märchen vorlesen, beispielsweise aus 1001 Nacht. Achten Sie aber darauf, dass das Märchen kindgerecht, das heißt, in einfachen und verständlichen Sätzen geschrieben oder erzählt wird und dass auch die Handlung für Kinder im Vorschulalter interessant ist. 

Ein abschließendes Märchen lässt sich aber auch gut zum gemeinsamen Abendessen vorlesen …

Rezept zur Märchenparty

Wer ein gemeinsames (Abend-)Essen für die Märchenparty plant, kann sich auch hier von dem Motto inspirieren lassen.

Wir schlagen das Rezept für die Prinzessin auf der Erbse-Lasagne vor – mit Zutaten für 4 Zwerge:

  • 150 g Erbsen (tiefgefroren)
  • 1 Zucchini
  • 2 Scheiben gekochter Schinken
  • 200 g Kirschtomaten
  • 500 ml Milch (1,5 % Fett)
  • 1 Beutel MAGGI fix & frisch Ofen-Tortelloni alla panna
  • 6 Blätter BUITONI Lasagne
  • 50 g Gouda (gerieben, 30 % Fett i. Tr.)

Zubereitung:

Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (170 °C Umluft) vorheizen.

Erbsen auftauen lassen. Zucchini putzen, waschen und in Scheiben schneiden. Schinken in Würfel schneiden. Kirschtomaten waschen und halbieren.

In einem kleinen Topf Milch mit MAGGI fix & frisch Ofen-Tortelloni alla panna verrühren und zum Kochen bringen. Bei geringer Wärmezufuhr 1 Min. unter Rühren köcheln lassen.

BUITONI Lasagne-Blätter bereitlegen.

In eine eckige Auflaufform (ca. 16 x 25 cm) ca. 3 EL Sauce auf den Boden der Form streichen. 2 Nudelplatten darauflegen und ca. 3 EL von der Sauce darauf verteilen. Bis auf ein paar Stück, Erbsen darauf verteilen.

2 Nudelplatten darauf legen, ca. 5 EL Sauce, Schinkenwürfel, Zucchinischeiben, ca. 5 EL Sauce und 2 Nudelplatten einschichten. Die restliche Sauce darauf streichen. Mit den Kirschtomatenhälften belegen. Mit Gouda bestreuen und die übrigen Erbsen darauf verteilen.

Im Backofen ca. 35 Min. backen.

Geschenktipp zu Märchenparty: Tolle und altersgerechte Geschenkideen, passend zum Thema finden Sie im real,- Onlineshop: zum Beispiel das Lernspiel „Rapunzel“ von VTech, das den Wortschatz und das Textverständnis fördert und sich für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren eignet, oder das Eau de toilette „Schneewittchen“, speziell für kleine Prinzessinnen ...