Die Vorbereitung auf ein Geschwisterchen

Ist ein zweites Kind unterwegs, kommen nicht nur auf die Eltern große Veränderungen zu, sondern vor allem auf das erste Kind. Auf einmal die Liebe und Aufmerksamkeit der Eltern mit einem Baby teilen zu müssen, ist für manche Kinder sehr verwirrend. Mit den Tipps von familymanager bereiten Sie Ihr Erstgeborenes auf den Familienzuwachs vor.

  • Sobald sich Ihr Bauch von der Schwangerschaft sichtbar rundet, sollten Sie Ihrem Kind von dem Baby erzählen. Eine Hilfe, das Kind liebevoll und altersgerecht auf die neue Situation vorzubereiten, ist das Buch „Ich will auch Geschwister haben“ von Astrid Lindgren.
  • Bauen Sie eine Beziehung zwischen Kind und Ungeborenem auf, indem Sie das Kind an Ihrem Bauch auch mal fühlen und horchen lassen.
  • Wecken Sie keine falschen Hoffnungen, indem Sie behaupten, dass das Baby ein toller Spielkamerad sei. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn das Neugeborene viel schreit, stundenlang schläft und nicht spielt.
  • Beziehen Sie Ihr Kind in Entscheidungen mit ein. Lassen Sie es beispielsweise einen Strampler oder einen Schnuller für den Familienzuwachs aussuchen. So fühlt sich das Kind ernst genommen und hat das Gefühl, dass Sie es brauchen.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind Bilder, als es selbst noch ein Baby war. Sprechen Sie z. B. darüber, wie Sie es gewickelt und gefüttert haben. So wird dem Kleinen bewusst, dass es auch mal ein süßes, aber vielleicht auch anstrengendes Baby war und kann den Familienzuwachs besser akzeptieren.
  • Eine Babypuppe oder auch ein Kuscheltier eignen sich hervorragend, um große Schwester oder großer Bruder zu „üben“.
  • Sind Veränderungen nötig, wie der Umzug des Kindes in ein größeres Zimmer, so kümmern Sie sich so früh wie möglich darum. Ansonsten könnte Ihr Knirps das Gefühl bekommen, dass alles nur des Babys wegen geschieht.
  • Manche Krankenhäuser und Kliniken bieten Geschwister-Vorbereitungskurse für Kinder an. Hebammen beantworten Fragen über Schwangerschaft kindgerecht und bereiten die großen Geschwister in spe einfühlsam auf ihre neue Rolle vor. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Geburtsklinik, ob sie solche Vorbereitungskurse anbietet.

Ein paar Tipps für die Zeit nach der Geburt

  • Beziehen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn spielerisch in die Babypflege mit ein: Der Knirps ist bestimmt ganz stolz, wenn er die Windel reichen oder die Wundcreme öffnen darf. Wenn Ihr Kind aber nicht helfen möchte, dann zwingen Sie es nicht dazu.
  • Auch wenn die Zeit knapp sein mag und Sie vielleicht müde sind: Reservieren Sie sich täglich etwas Zeit zum Spielen und Schmusen, die Sie nur mit dem Erstgeborenen verbringen. So merkt Ihr kleiner Schatz, dass Sie ihn immer noch liebhaben.
  • Wenn Gäste kommen, um das Baby zu bewundern, dann bitten Sie sie darum, auch eine Kleinigkeit für den großen Bruder oder die große Schwester mitzubringen.
  • Geben Sie den Geschwistern die Möglichkeit, eine Bindung aufzubauen. Lassen Sie Ihre „Große“ oder Ihren „Großen“ das Baby im Arm halten, streicheln, liebkosen. Loben Sie das Kind, wenn es zärtlich zum Baby ist und betonen Sie, wie sehr das dem Baby gefällt.
  • Bleiben Sie ruhig, wenn das Kind mal über das Baby schimpft. Zeigen Sie Verständnis, indem Sie sagen, dass auch Sie manche Dinge mit einem Baby anstrengend finden, wie z. B. nachts aufstehen zu müssen.