Passivrauchen in der Schwangerschaft

Achtung vor Passivrauchen in der Schwangerschaft

Glücklicherweise hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Schwangere nicht rauchen sollten, denn damit gefährden sie ihre eigene Gesundheit und die des ungeborenen Kindes. Genauso wie das aktive Rauchen sollte also auch das Passivrauchen vermieden werden.

Auch Nichtraucherinnen können passiv geschädigt werden

Heute weiß man, dass man gar nicht selbst rauchen muss, um sich den Gefahren des Nikotins auszusetzen. Es reicht schon aus, wenn jemand in der Nähe raucht. Für empfindliche Nasen ist das nicht nur ein ausgesprochen unangenehmer Geruch, es erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, an bestimmten Krankheiten zu erleiden.

Wissenschaftler haben über 4.800 verschiedene Substanzen gezählt. Dazu gehören Kohlenmonoxid, Ammoniak, Blausäure und natürlich Nikotin. Die „International Agency for Research on Cancer“ (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Tabakrauch und damit auch Passivrauch als Karzinogen der Gruppe 1 ein, also als eine Substanz, die beim Menschen Krebs erzeugen kann. Zu den krebserregenden Stoffen im Tabakrauch zählen Schadstoffe wie Formaldehyd, aromatische Amine, Benzol, Arsen, Cadmium und Chrom. Das Spektrum der möglichen gesundheitlichen Folgen des Passivrauchens reicht von Schwindelgefühlen bis zu Beeinträchtigungen der Atemwege über erhöhte Infektanfälligkeit.

Passiv rauchen: die Gefahren für das ungeborene Kind

Wenn eine werdende Mutter passiv raucht, kann auch die Gesundheit des ungeborenen Kindes im Leib der Mutter beeinträchtigt werden. Bestimmte Stoffe des Tabakrauchs können in der Schwangerschaft u. a. zu einem erhöhten Risiko führen für: 

  • ein geringes Geburtsgewicht und eine geringe Körpergröße
  • Fehlentwicklungen an unterschiedlichen Organen
  • die Wahrscheinlichkeit, später selbst zu rauchen
  • physische und psychische Langzeitwirkungen
  • plötzlichen Kindstod

Auch für die Mutter selbst kann das Risiko z. B. für eine Fehl- oder Frühgeburt, eine vorliegende Plazenta oder einen vorzeitigen Blasensprung steigen. Um das Risiko nach Möglichkeit zu verringern und die Gesundheit des Kindes zu schützen, sollten Schwangere genauso wenig selbst rauchen wie sich dem Passivrauch aussetzen.

Meiden Sie Zigarettenrauch, so gut es geht!

Das bedeutet natürlich, dass in den eigenen vier Wänden überhaupt nicht geraucht werden sollte. Mindestens eine geschlossene Balkon- oder Terrassentür sollte Sie von dem Raucher trennen. Wenn Sie sich in öffentlichen Räumen aufhalten, können Sie Raucher in Ihrer direkten Umgebung bitten, das Rauchen einzustellen, da dies Ihr Kind und Sie gesundheitlich schädigen könnte. Räume, in denen geraucht wird, ohne dass Sie die Möglichkeit haben, Einfluss darauf zu nehmen, sollten Sie nach Möglichkeit meiden.