Wertvolle Unterstützung: Elterngeld und Elternzeit

Unsere Familie bekommt Zuwachs! Mit einem eigenen Baby beginnt für frisch gebackene Eltern ein völlig neuer Lebensabschnitt – der gut vorbereitet sein möchte. Damit man sich als Elternteil angemessen kümmern kann und soviel wie möglich von dem kleinen Wonneproppen hat, gibt es Elterngeld und Elternzeit. Was das genau ist, wie es funktioniert und wer es beanspruchen kann: familymanager nennt die wichtigsten Fakten.

Elterngeld – so funktioniert’s:

  • Das Elterngeld steht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Beamtinnen und Beamten, Selbstständigen und erwerbslosen Elternteilen, Studierenden und Auszubildenden zu. Außerdem haben Adoptiv-Eltern und in bestimmten Fällen auch Großeltern einen Anspruch.
  • Jeder erwerbstätige Elternteil, der für mindestens ein Jahr aus dem Beruf aussteigt oder weniger als dreißig Stunden wöchentlich arbeitet, hat das Recht auf Elterngeld.
  • Beantragt wird das Elterngeld schriftlich bei den örtlichen Sozial- und Jugendämtern.
  • Sind beide Elternteile für mindestens zwei Monate an der Babypause beteiligt, wird das Elterngeld für 14 Monate gezahlt. Kümmert sich ein Partner allein um die Kindererziehung, verkürzt sich die Zeit auf 12 Monate.
  • Alleinerziehende haben ein Recht auf 14 Monate Unterstützung.
  • Das Elterngeld beträgt 67 Prozent des bisherigen Nettoeinkommens. Der Höchstsatz liegt bei 1.800 Euro monatlich, der Mindestsatz bei 300 Euro.
  • Geringverdiener, Familien mit Mehrlingen oder mehreren Kindern können einen erhöhten Anspruch geltend machen. Der Geschwisterbonus beträgt 10 Prozent des Elterngeldes, mindestens aber 75 Euro monatlich.


Genaue Informationen und weitere interessante Optionen finden Sie im aktuellen Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz.

Elternzeit – so funktioniert’s:

  • Eltern, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen, haben bis zum dritten Geburtstag des Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit.
  • Die Elternzeit wird beim Arbeitgeber zur Betreuung des Kindes beantragt. Der Arbeitsnehmer wird unbezahlt vom Arbeitsverhältnis freigestellt.
  • Eine Zustimmung des Arbeitgebers ist nicht erforderlich. Die Elternzeit muss lediglich sieben Wochen vor Beginn schriftlich bei ihm eingefordert werden.
  • Wenn beide Elternteile erwerbstätig sind, kann frei entschieden werden, wer Elternzeit beantragt. Sie kann auch im Wechsel oder gleichzeitig genommen werden.
  • Dabei gilt: Wer nur bis zum ersten Geburtstag des Kindes Elternzeit beantragt, verzichtet automatisch auf das zweite Jahr. Eine Verlängerung ist dann nur mit Zustimmung des Arbeitgebers möglich.
  • Mit der Zustimmung des Arbeitgebers können bis zu 12 Monate der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem vierten und achten Lebensjahr übertragen werden.
  • Es besteht die Möglichkeit, während der Elternzeit in Teilzeit (bis zu 30 Stunden wöchentlich) zu arbeiten. Dabei bleibt Ihnen ein Anspruch auf Teilelterngeld erhalten.
  • Nach Ablauf der Elternzeit haben die Eltern einen Anspruch, auf ihren oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz zurückzukehren. Eine Schlechterstellung ist nicht zulässig.


Genaue Informationen hierzu finden Sie im aktuellen Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz.