Krabbelgruppe: Förderung für eine individuelle Entwicklung

Frühkindliche Bildung gilt als das Fundament für ein erfolgreiches Leben. Mit der Geburt erfahren Babys täglich neue Sinneseindrücke. Die Lernerfolge im ersten Lebensjahr sind enorm. Eltern befassen sich bereits früh mit der Förderung ihres Kindes, um es auf seinem individuellen Lebensweg zu unterstützen.

Ganzheitliche Förderung als Grundlage

Als Unterstützung und Ergänzung der familiären Beziehungen folgen Krabbelgruppen einem pädagogischen Konzept. Je nach Lebenssituation entscheiden sich Eltern für einen wöchentlich stattfindenden Kurs oder wählen eine Einrichtung, in der ihr Kind täglich betreut wird. Warum sind die Treffen eigentlich so wichtig für Ihr Kind?

  • Stärken der frühkindlicher Beziehungen
    Heutzutage wachsen viele Kinder als Einzelkinder auf. Veränderte Lebensbedingungen und Familienformen, Berufsorientierung von Frauen, Geburtenrückgang bestimmen das Heranwachsen der Kinder. Der Kontakt zu Kindern außerhalb der Familie gewinnt zunehmend an Bedeutung.
  • Stärken der Eltern-Kind-Beziehung
    Als familienergänzende Einrichtungen bilden Krabbelgruppen eine vertraute und sichere Basis für die Entwicklung Ihres Kindes. Ein gemeinsames Erkunden der ersten Schritte im Leben eines Kindes hilft, Entwicklungsprozesse zu verstehen. Das festigt innerhalb der eigenen Familie den Kontakt zu dem eigenen Kind.
  • Miteinander und voneinander lernen
    Vor allem bei Erstgeborenen ist die Unsicherheit vieler Eltern groß. Der Alltag dreht sich vorwiegend um das Neugeborene, doch trotzdem ist da die Frage: Mache ich alles richtig? Ob Erfahrungsaustausch oder Aufbau von Freundschaften - der Kontakt zu Gleichgesinnten in der Krabbelgruppe ist für Mütter und Väter eine Bereicherung. Durch das gemeinsame Erleben von Spiel, Bewegung und Freude lernen Eltern und Kinder miteinander und voneinander. - Stärkung der individuellen Bedürfnisse Bereits bei sehr kleinen Kinders schafft eine freundliche Atmosphäre das nötige Vertrauen für eine sorglose Entwicklung. Geschultes Personal gibt den Kindern genügend Raum und Zeit, um den eigenen Lernbedürfnissen zu folgen.
  • Soziale Kompetenzen entdecken
    In Krabbelgruppen erleben Kinder, was es bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Sie lernen, sich gegenseitig zu helfen und zu motivieren, mit Aggressionen umzugehen, Rücksicht zu nehmen, Hilfestellung zu geben – mit zunehmender Reife steigt die soziale Kompetenz der Krabbelgruppen-Teilnehmer.

Pekip als Beispiel einer wöchentlichen frühkindlichen Förderung

Eines der bekanntesten Konzepte, das sich an junge Eltern und ihre Babys ab der 4.-6. Lebenswoche richtet, ist das Prager-Eltern-Kind-Programm. Das vom tschechischen Psychologen Dr. Jaroslav Koch Krabbelgruppen entwickelte Programm basiert auf frühkindlicher, vorsorgender Gesundheitsbildung. Im Sinne der Förderung einer gesunden Entwicklung stehen Sinnesanregungen für Eltern und Kinder im Mittelpunkt. Durch gemeinsames Spielen wird die Wahrnehmung der Umwelt begleitet und gefördert. Alle Aktivitäten der Kleinen finden ohne Windeln und Kleidung auf dem Boden statt, was zu einer großen Zufriedenheit der Babys führt. Die Treffen finden wöchentlich statt, eine Krabbelgruppe besteht aus sechs bis Erwachsenen mit ihren Babys. Bis zum Erreichen der ersten eigenen Schritte ihrer Kinder bleibt die Gruppe zusammen. Ziel ist der Transfer des Erlernten in den Alltag der Familien. Pekip ermöglicht eine freie Entwicklung, die das individuelle Lerntempo der Babys berücksichtigt.

Entscheidend für eine erfolgreiche Förderung ist die Qualität des Bildungsangebotes Krabbelgruppe. Bei der Auswahl einer Krabbelgruppe sollten Sie folgende Auswahlkriterien zugrunde legen:

  • Gruppengröße: Nur bei einer kleinen Gruppengröße von bis zu 10 Kindern kann wertvolle pädagogische Arbeit geleistet werden. Besonders bis zum Krabbelalter benötigen Kinder verstärkte Zuwendung. Mit einem guten Betreuungsschlüssel lässt sich das soziale Verhalten der Gruppe sorgfältig aufbauen. Vor allem im Umgang miteinander ist kontinuierliche Anleitung nötig. Die soziale Kompetenz ist bei Kindern entwicklungsbedingt noch wenig ausgeprägt.
  • Räumlichkeiten: Für die Krabbelgruppe sollten ausreichend Räume für Lern- und Ruhephasen vorhanden sein, um den Bedürfnissen von Kleinkindern gerecht zu werden. Für die Versorgung der unter Dreijährigen ist ein gesonderter Pflege- und Wickelraum erforderlich.
  • Material: Eine Krabbelgruppe ist ein Ort der Gesundheitsförderung. Kleinkinder entdecken in der Gemeinschaft ihre Sinne und lernen verschiedene Bewegungen kennen. Pädagogisch sinnvolle Materialen wecken die Neugierde.
  • Personal: Die pädagogischen Fachkräfte führen Ihr Kind in eine soziale Gemeinschaft ein. Der ganzheitliche Förderprozess einer Krabbelgruppe erfordert kompetente Mitarbeiter, die Ihr Kind in seiner Entwicklung begleiten. - Pädagogische Konzeption: Als Grundlage für das Gelingen des Bildungsauftrags ist eine erzieherische Konzeption der Krabbelgruppe notwendig. Klare Aussagen über Erziehung, Betreuung und Bildung der Kinder bieten Ihnen einen Leitfaden, an dem Sie sich orientieren können. Unter anderem sollte das Konzept Öffnungszeiten, Betreuungsschlüssel und die Regelung des Tagesablaufs enthalten.
  • Elternarbeit: Frühkindliche Bildung in einer Krabbelgruppe kann nur gelingen, wenn Eltern und Erzieher ihre Arbeit aufeinander abstimmen. Kindertagesstätten, die Eltern als aktive Partner mit ins Boot holen, profitieren von der wechselseitigen Beziehung
  • Singen, spielen und Erfahrungsaustausch - bei wöchentlich stattfindenden Krabbelgruppen steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund. Die motorische und kognitive Entwicklung sollte von erfahrenen Fachkräften begleitet werden.

Besuchen Sie mehrere Einrichtungen und informieren sich über Konzepte. Gespräche mit Erzieherinnen helfen Fragen zu klären. Bei einem Gang durch die Räume der Einrichtung gewinnen Sie einen ersten Eindruck von der Ausstattung der Räume, von der Anzahl der Kinder und vor allem von der Atmosphäre.