So gewöhnen Sie Ihr Kind an den Babysitter

Endlich: Sie haben einen Babysitter gefunden und Ihr Bauchgefühl sagt „Ja“. Doch es reicht nicht, dass nur Sie sich ein Bild gemacht haben und der Babysitter nur Ihnen gefällt: Schließlich ist es Ihr Kind, das eine gewisse Zeit mit diesem Menschen alleine verbringt. Es ist daher entscheidend, dass das Kind den Babysitter mag und sich bei ihm gut aufgehoben fühlt. Unsere Tipps helfen, Ihr Kind an den Babysitter zu gewöhnen.

Gemeinsames Kennenlernen

Vereinbaren Sie etwa drei Wochen vor der Betreuung ein gemeinsames Treffen bei sich zu Hause. So haben Babysitter und Kind die Gelegenheit, sich kennenzulernen und Sie vermeiden, dass das Kind sich von einer fremden Person betreuen lassen muss.

Eingewöhnungsphase

Wenn Ihr Kind positiv auf das erste Treffen reagiert und es den Babysitter mag, können Sie es nun schrittweise an ihn gewöhnen. Hierfür ist es hilfreich, sich etwa zwei Wochen vor der Betreuung erneut gemeinsam bei Ihnen zu Hause zu treffen. Lassen Sie den Babysitter mit Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn für einige Stunden spielen. Bleiben Sie im Raum, aber halten Sie sich dabei im Hintergrund. So hat das Kind das sichere Gefühl, dass es sich jederzeit an Sie wenden kann.

Bauen Sie die Eingewöhnungsphase aus und treffen Sie sich einige Tage später wieder. Dieses Mal gewöhnen Sie Ihr Kind an die bevorstehende Abwesenheit: Sagen Sie ihm, dass Sie kurz weggehen, aber gleich wiederkommen. Verlassen Sie den Raum und kommen Sie auch tatsächlich nach wenigen Minuten zurück. Das zeigt dem Kind, dass es sich auf Sie verlassen kann und Sie es nicht im Stich lassen. Wenn Ihr Kleines während Ihrer Abwesenheit traurig ist oder gar weint, dann lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Warten Sie in diesem Fall etwa drei Minuten, dann gehen Sie zu Ihrem Kind und trösten es. Bei manchen Kindern verläuft die Eingewöhnungsphase recht schnell, andere brauchen vielleicht noch ein oder zwei weitere Treffen, bis es sich an Ihre Abwesenheit gewöhnt hat.

Informationen für den Babysitter

Damit die gemeinsamen Stunden von Babysitter und Kind so reibungslos wie möglich verlaufen, braucht der Babysitter einige Informationen, z. B.: Was ist das Lieblingskuscheltier Ihres Kindes? Gibt es bestimmte Rituale, wie ein warmes Bad am Abend oder das Sandmännchen vor dem Schlafengehen? Diese Informationen helfen dem Babysitter, besser auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen.

Richtig verabschieden

Der Moment des Abschieds ist gekommen. Verabschieden Sie sich von Ihrem Kind und sagen Sie ihm, dass Sie bald wiederkommen. Schließlich hat es in der Eingewöhnungsphase gelernt, dass es sich auf Ihr Wort verlassen kann. Wenn Sie und Ihr Kind möchten, dann führen Sie bei Verabschiedungen ein Ritual ein – das gibt den Kleinen Sicherheit. Schleichen Sie keinesfalls still und heimlich aus dem Raum. Verschwinden Sie unbemerkt, wird Ihr Kind sich früher oder später fragen, wo Sie sind. Ihr Kind könnte dann die Angst entwickeln, dass Sie es einfach alleine lassen und sich beim nächsten Mal an Sie klammern.

Die Trennung fällt meist nicht nur den Kindern schwer, sondern oft auch den Eltern. Auch wenn Sie Ihre Kleinen vermissen werden, bleiben Sie beim Abschied fröhlich und halten Sie sich kurz. Denn Kinder merken sofort, wenn sich Eltern mit einem unguten oder traurigen Gefühl verabschieden und können mit Angst, Weinen oder Klammern reagieren. Freuen Sie sich auf eine „kinderfreie“ Zeit und zweisame Momente mit Ihrem Partner und zeigen Sie das auch. Später werden Sie Ihren kleinen Liebling beim Wiedersehen umso lieber in die Arme schließen.